Das Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen FIPAZ e.V. wurde 2007 als gemeinnütziger Verein gegründet. Es bezweckt die theoretische und empirische Erforschung sämtlicher gesellschaftlicher Grundverhältnisse des Patriarchats, das sowohl in seiner historischen Herkunft als auch in seiner gegenwärtigen Verfasstheit als "kapitalistisches Weltsystem" analysiert und kritisiert wird. Zu den gesellschaftlichen Grundverhältnissen zählen das Naturverhältnis, das Politikverhältnis, das Geschlechterverhältnis, das Generationenverhältnis und das Transzendenzverhältnis. Zudem bezweckt es die Erforschung noch bzw. wieder bestehender nicht-patriarchaler Organisationsformen und Gemeinschaften, die dem Patriarchat als "alternative Zivilisationen" (sog. Matriarchate) gegenübergestellt werden. Deren Grundregeln und Verhaltensnormen der Natur und dem Leben gegenüber können als Vorbild für die Lösung der gegenwärtigen globalen weltgesellschaftlichen Probleme betrachtet werden. Das Institut sieht sich als außerakademisch-informelle Forschungs- und Begegnungsplattform zur Entwicklung und Praktizierung neuer wissenschaftlicher Methoden. Ziel ist die fortlaufende Bereitstellung von Forschungsergebnissen zur Erweiterung und Vertiefung des öffentlichen Problembewusstseins in Bezug auf die zerstörerischen Folgen patriarchaler Organisationsformen.


Aktuelles


Neuerscheinung: "Kann es eine 'neue Erde' geben? Zur 'Kritischen Patriarchatstheorie' und der Praxis einer post-patriarchalen Zivilisation", Peter Lang



Der Band bietet die Darstellung, Anwendung und Weiterentwicklung des interdisziplinären Paradigmas der «Kritischen Patriarchatstheorie». Diese basiert auf neuen Begriffen von Patriarchat und Zivilisation sowie einer Technikkritik des Patriarchats als «alchemistischer» Utopie, die zurzeit scheitert. Der Ansatz bezieht die «Tiefenstruktur» des heutigen globalen «kapitalistischen Patriarchats» in die Analyse der laufenden Zivilisationskrise ein. Es ist der bisher einzige Ansatz, der systematisch die Genese dieser Krise aus der kriegerisch-religiösen Logik einer «Schöpfung aus Zerstörung» erklären kann. Als «Militär-Alchemie» macht diese inzwischen auch vor dem Planeten selbst nicht halt, bleibt aber kollektiv unausgesprochen. Die Indigenen-Bewegungen und die moderne Matriarchatsforschung zeigen u. a. Wege in eine alternative Zivilisation auf.


Bestellen bei Peter Lang: PETER LANG
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Posted on 07 Nov 2011 by admin
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